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Rezepte

20 min

Veröffentlicht März 2026

Aprikosen in Sirup: Die Konserve gegen Lebensmittelverschwendung

Du kennst dieses Gefühl. Du hast eine Schale mit Pfirsichen oder Aprikosen auf dem Tisch stehen, isst jeden Tag einen, gibst dein Bestes – und dennoch reifen sie irgendwie schneller, als du mit dem Naschen hinterherkommst. Dieses Rezept ist genau für diesen Moment gedacht. Steinobst in Sirup ist eine der einfachsten Konservierungsmethoden überhaupt, und sie verwandelt das Problem in etwas, über das du dich tatsächlich freuen wirst: intensiv aromatisiertes Obst, das du noch lange nach Ende der Sommersaison genießen kannst. Je reifer die Früchte, desto besser der Sirup. Dreißig Minuten deiner Zeit, und nichts geht verloren.

Zutaten

  • 1 kg reifes Steinobst (Pfirsiche, Aprikosen, Pflaumen, Nektarinen oder eine Mischung daraus)
  • 500 ml Wasser
  • 250 g weißer Kristallzucker
  • Saft von 1 Zitrone
  • 1 Vanilleschote, aufgeschnitten (oder 1/2 TL Vanilleextrakt)
  • 1 Zimtstange (optional)
  • 1 Sternanis (optional)

Schritte

  1. Sterilisiere deine Gläser: Wasche die Gläser und Deckel gründlich ab und stelle sie anschließend aufrecht auf ein Backblech, das du für 15 Minuten bei 120 °C in den Backofen schiebst. Nimm sie mit einer Zange heraus und lass sie etwas abkühlen. Sie sollten noch warm sein, wenn du sie befüllst. Überspringe diesen Schritt, wenn du die Gläser direkt in den Kühlschrank stellst.
  2. Bereite das Obst vor: Wasche das Obst gründlich. Halbiere Pfirsiche, Nektarinen und Aprikosen und entferne die Kerne. Du musst sie nicht schälen. Halbiere Pflaumen oder lass sie ganz, wenn sie klein sind. Schneide eventuelle Druckstellen weg. Genau darum geht es ja gerade jetzt, bevor es zu spät ist.
  3. So bereitest du den Sirup zu: Gib Wasser und Zucker in einen breiten Topf und erhitze die Mischung bei mittlerer Hitze. Füge den Zitronensaft, die Vanille und gegebenenfalls Gewürze hinzu. Rühre um, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat, und lass die Mischung dann leicht köcheln.
  4. Die Früchte pochieren: Lege die Früchte mit der Schnittfläche nach unten hinein und pochiere sie bei schwacher Hitze 4 bis 8 Minuten lang, je nach Reifegrad. Reifere Früchte benötigen weniger Zeit. Sie sollen gerade so zart sein, dass sie ihre Form behalten und nicht zerfallen. Gehe bei Bedarf in mehreren Portionen vor.
  5. Die Gläser befüllen: Gib die Früchte mit einem Schaumlöffel in warme, sterilisierte Gläser und drücke sie fest an, wobei die Schnittfläche nach unten zeigen sollte. Lass oben etwa 1,5 cm Platz frei. Wenn du möchtest, kannst du ein Stück Vanilleschote oder eine Zimtstange dazulegen.
  6. Einfüllen und verschließen: Gieße den heißen Sirup über die Früchte, bis diese vollständig bedeckt sind. Klopfe das Glas leicht gegen die Arbeitsplatte, um Luftblasen zu entfernen. Wische den Rand sauber und verschließe das Glas fest, solange es noch heiß ist.
  7. Wasserbad (zur Langzeitlagerung): Stelle die verschlossenen Gläser in einen tiefen Topf, bedecke sie vollständig mit Wasser, bringe das Wasser zum Kochen und lass die Gläser 20 Minuten lang darin stehen. Lass die Gläser 24 Stunden lang ungestört auf einem gefalteten Geschirrtuch stehen. Die Deckel sollten beim Verschließen ein leises Geräusch von sich geben. Gläser, die nicht dicht sind, kommen in den Kühlschrank und sollten innerhalb von 3 Wochen verbraucht werden.

Anmerkungen

  • Süße: Dies ist ein leichter Sirup. Erhöhe die Zuckermenge auf 350 g, wenn du es süßer magst; reduziere sie auf 150 g, um ein kaum süßes Ergebnis zu erzielen, das gut zu Käse oder Wurstwaren passt.
  • Geschmacksvarianten: Kardamom und Orangenschale mit Aprikosen. Frischer Ingwer mit Pflaumen. Thymian und Zitronenschale für eine herzhaftere Note.
  • So verwendest du sie: Auf griechischem Joghurt, zu einem Streuselkuchen, zusammen mit Weichkäse, zu Milchreis oder Panna Cotta oder auf gebuttertem Toast. Der übrig gebliebene Sirup eignet sich für Cocktails, Sprudelwasser oder als Topping über Eiscreme.

Geschrieben von Emilia Aguirre

Emilia Aguirre

Emilia Aguirre ist unsere Spezialistin für Awareness & Advocacy. Das bedeutet, dass sie ihre Tage damit verbringt, die unbequemen Fragen darüber zu stellen, wie unsere Lebensmittel angebaut, bepreist, etikettiert und verkauft werden. Sie ist die Gastgeberin von What The Field?!, einem Podcast voller Geschichten direkt vom Acker, fundierter Forschung und Gesprächen mit denjenigen, die die Zukunft der Ernährung gestalten (ob sie wollen oder nicht).

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