Die Mission von CrowdFarming: regenerativ-biologische Landwirtschaft für Landwirte möglich und für Verbraucher zugänglich machen.

Veröffentlicht Oktober 2026
Die Statuten von 1% for the Soil
Jeder kann der Community von 1% for the Soil kostenlos beitreten und den Übergang zu biologischer und regenerativer Landwirtschaft, den wir finanzieren, aus nächster Nähe verfolgen. Bevor wir dich reinlassen, erklären wir dir aber, wie das Ganze funktioniert: woher das Geld kommt, wofür es ausgegeben wird, wer entscheidet und was für uns als Erfolg zählt.
Diese Statuten sind kein rechtsverbindlicher Vertrag. Sie sind das Versprechen von CrowdFarming an seine Mission und seine Community: der Pakt von Menschen, die überzeugt sind, dass Europas Böden regeneriert werden können und müssen, und dass diese Regeneration von den Entscheidungen abhängt, die wir heute treffen.
I. Warum wir existieren
Der Boden ist die vielversprechendste und zugleich am meisten unterschätzte Ressource unseres Planeten. Dabei hängt unser Überleben von ihm ab.
Jahrzehnte intensiver Landwirtschaft haben 60 % der europäischen Böden degradiert.
Mehr als 40 Nutzpflanzen haben seit den 1950er-Jahren bis zu 38 % ihrer wichtigsten Nährstoffe verloren.
Das Ernährungssystem ist für mehr als 30 % der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich.
2024 hat CrowdFarming beschlossen, 1 % des Bruttoumsatzes seiner Bio- und regenerativen Höfe direkt in die Finanzierung des Übergangs zu stecken.
Das Programm will Angebot und Nachfrage nach biologischen und regenerativen Produkten gleichermaßen wachsen lassen. Im Kern von 1% for the Soil steht, dass immer mehr zertifizierte Bio-Landwirte die Ökosysteme ihrer Höfe regenerieren. Doch ohne ausreichende Nachfrage kann sich dieses Angebot nicht halten. Deshalb ist es genauso wichtig, die Nachfrage zu steigern: So wird es für den nächsten Landwirt sicherer, den Schritt zu wagen und seine Böden auch mittel- und langfristig zu pflegen.
II. Woher das Geld kommt und wohin es fließt
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- Der Fonds speist sich aus 1 % des Bruttoumsatzes der regenerativen Höfe von CrowdFarming und der Höfe in Umstellung auf regenerative Landwirtschaft. Ohne Preiserhöhungen. Ohne Abstriche bei den Einkommen der Landwirte. Das Geld kommt aus der Marge von CrowdFarming, weil wir glauben, dass eine resiliente Zukunft mehr wert ist als schneller Gewinn.
- Der Fonds ist kumulativ und kann eine Periode mit Überschuss oder Defizit abschließen.
- Die 1 % sind eine garantierte Untergrenze, keine Obergrenze: Tatsächlich investiert CrowdFarming meist mehr und stockt den Fonds bei Bedarf aus eigener Marge auf.
- Diese Finanzierung soll den Landwirt weder subventionieren noch zu einer dauerhaften Hilfe werden, von der er abhängt, um seinen Hof zu halten. Der Fonds zahlt dem Landwirt kein Geld aus: Er gibt ihm den Anschub, um zu zeigen, dass das Modell funktioniert, und es danach aus eigener Kraft weiterzutragen.
Die Ressourcen werden in fünf Kategorien aufgeteilt
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- Schulung. Technische Begleitung, vor Ort und online: Feldveranstaltungen, kontinuierliche Mentoring-Sitzungen und Vernetzung von Landwirten mit gemeinsamen Zielen.
- Monitoring. Ergebnisse auf dem Hof messen (Boden, Wasser, Biodiversität, Kohlenstoff, Tierwohl und soziale Wirkung), um aus Daten Informationen für bessere Entscheidungen zu machen. Dazu zählt auch die Zeit, die die Agronomen von CrowdFarming dafür auf dem Feld verbringen.
- Wissensvermittlung. Das Modell und seine Ergebnisse bekannt machen, damit die Nachfrage im gleichen Tempo wächst wie das Angebot. Dazu gehört auch die Arbeit des Teams, das diese Kommunikation vorantreibt.
- Tools. Digitale Tools, die die Arbeit der Landwirte erleichtern und ihnen helfen, den Übergang zu planen, damit sie sich auf Bodengesundheit und Produktqualität konzentrieren können statt auf Papierkram.
- Forschung. Wissenschaftliche Belege, um institutionelle Türen zu öffnen, das Modell zu validieren und das kollektive Denken zu verändern.
Die Kosten der Menschen, die das Programm umsetzen (Agronomie, Kommunikation, Fondskoordination), werden nicht als eigener Posten ausgewiesen: Sie werden der Kategorie zugerechnet, in der sie arbeiten, denn genau diese Arbeit verwandelt das Geld aus dem Fonds in Schulungen, Messungen und echte Begleitung auf den Höfen.
Die vollständige Finanzaufstellung, Periode für Periode, veröffentlichen wir alle sechs Monate im Community-Report.
III. Wer Teil der Community ist
Heute gibt es bei 1% for the Soil nur eine Art von Mitgliedschaft, und der Beitritt ist kostenlos. Jeder kann sich anmelden, ob Kunde von CrowdFarming oder nicht. Als Mitglied bekommst du Einblick in die Fortschritte des Programms: finanzierte Projekte, Höfe im Übergang, Neuigkeiten aus der regenerativen Bewegung, Ergebnisse zu Boden und Ernährung sowie die vollständige Aufschlüsselung der Mittelverteilung, die wir alle sechs Monate veröffentlichen.
Wir befragen die Community regelmäßig, und damit diese Befragungen etwas Echtes abbilden, suchen wir Vielfalt an Perspektiven, nicht Gleichförmigkeit an Werten: von Menschen, die in großen Agrar- und Lebensmittelkonzernen arbeiten, bis zu denen, die sie seit Jahrzehnten von außen kritisieren; vom Agronomen mit Felddaten bis zum Konsumenten, der sich seit Jahren die richtigen Fragen stellt.
Die Community lebt auf Circle, als Raum für Gespräch und Debatte, nicht als Monolog in nur eine Richtung.
Ein paar Rückmeldungen, die nach dem letzten Halbjahresbericht reinkamen:
„Ich bin völlig überzeugt, dass das der Weg in die Zukunft ist, und ich bin sehr stolz auf euch, auf eure Arbeit und auf all diese Initiativen, auch wenn ich selbst nur dieses großartige ‚Essen der Zukunft‘ esse. Und es macht mir viel Hoffnung zu sehen, dass immer mehr externe Organisationen auf CrowdFarming aufmerksam werden und darüber sprechen. Macht weiter so!“
„Ich fühle mich geehrt, Teil einer so starken Community zu sein. Danke, dass ihr so hart arbeitet.“
„Danke für dieses tolle Update! Macht weiter so, wir stehen hinter euch.“
IV. Wie über die Initiativen entschieden wird
Das Programm läuft in zwei Halbjahreszyklen pro Jahr, organisiert in drei Phasen:
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- Abschluss und Ergebnisse (Oktober und April). Das Buchhaltungs-Halbjahr wird abgeschlossen und die Ergebnisse werden in der Circle-Community geteilt: was investiert wurde, wofür und mit welcher Wirkung. Jedes Mitglied kann zum Detail nachfragen.
- Öffentliche Konsultation (November und Mai). Es wird ein Raum geöffnet, um Ideen vorzuschlagen, was als Nächstes finanziert werden soll. Nicht alles wird 1:1 übernommen: Manche Ideen bleiben als Ideenpool, andere inspirieren Anpassungen an dem, was wir schon tun, und wieder andere setzen wir direkt um. Die ganze Community kann die Vorschläge der anderen kommentieren.
- Vorbereitung und Umsetzung (Dezember und Juni). Die Ideen, die entstanden sind, werden so vorbereitet, dass sie ins Budget des nächsten Halbjahres einfließen können.
Außerdem arbeiten wir daran, einen externen Beirat aufzubauen, der uns bei Entscheidungen Orientierung gibt und uns die richtigen Fragen stellt, beratend und nicht bindend. Auch hier suchen wir Vielfalt an Perspektiven, mit Stimmen aus unterschiedlichen Bereichen:
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- Agronomie und Boden. Jemand mit Praxiswissen aus dem Feld und Erfahrung in der Umsetzung ökologischer und regenerativer Praktiken.
- Ernährungspolitik. Jemand, der weiß, wie europäische Agrar- und Ernährungspolitik funktioniert, und sich darin zu bewegen weiß.
- Regenerative Finanzierung. Erfahrung darin, den Übergang im großen Maßstab zu finanzieren.
- Forschung und Ernährung. Eine Universität oder ein Institut, das den Zusammenhang zwischen Boden, Nährstoffdichte und Gesundheit erforscht.
- Wissensvermittlung und Konsum. Eine Stimme, die versteht, wie Ergebnisse bei den Menschen ankommen, die essen, und wie sie dadurch ihr Verhalten ändern können.
- Kritischer Blick von außen. Jemand, der den Sektor von außen hinterfragt hat, um ihn zu verändern.
Wir prüfen außerdem, den Fonds für Investitionen anderer Organisationen zu öffnen, die mit unserer Mission übereinstimmen.
Wenn dich das anspricht oder zu deiner Organisation passt, schreib uns an impact@crowdfarming.com.
V. Was wir unter Erfolg verstehen
Der Erfolg von 1% for the Soil wird auf zwei Ebenen gemessen, die sich gegenseitig stützen: die Wirkung auf dem Feld und die Stärke der Community.
Auf dem Feld
Unser erstes Ziel war, 10.000 Hektar europäischen Boden auf regenerative Systeme umzustellen. Je näher wir diesem Ziel kamen, desto klarer wurde: Wir legen die Latte höher. Der Fonds läuft weiter, bis 25.000 Hektar in der Umstellung auf regenerative Landwirtschaft sind.
In der Community
Erfolg heißt, die größte europäische Community zusammenzubringen und lebendig zu halten, die über die Zukunft der regenerativen Landwirtschaft debattiert und entscheidet, und dass diese Community bei den Entscheidungen des Fonds wirklich mitredet.
Die Fortschritte in Richtung dieser Ziele veröffentlichen wir, Periode für Periode, in den halbjährlichen Community-Reports.
VI. Änderung dieser Statuten
Jede wesentliche Änderung wird den Mitgliedern mindestens 30 Tage im Voraus per E-Mail und/oder über vereinbarte Kommunikationswege, wie den Community-Bereich, mitgeteilt.
So sieht 1% for the Soil von innen aus. Wenn du bis hierher gelesen hast, gehörst du wahrscheinlich schon zu den Menschen, die Europas Böden brauchen.
Werde Mitglied
Letzte Aktualisierung: 28.10.2026
Geschrieben von Cristina Domecq
Cristina Domecq ist Head of Impact bei CrowdFarming. Sie agiert dort, wo Management, Landwirtschaft und gesellschaftlicher Dialog aufeinandertreffen – überzeugt davon, dass die Lösungen für ein besseres Ernährungssystem genau an dieser Schnittstelle liegen. Ihr Ziel ist es, eine dauerhafte Verhaltensänderung zu bewirken – eine Mission, die nur erfolgreich sein kann, wenn sowohl die Landwirte als auch die Konsumenten voll und ganz dahinterstehen.




